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Speckstein - der finnische Hitzespender

Mit dem Begriff Speckstein bezeichnet man eine Gruppe von Natursteinen, die je nach ihrer geographischen Herkunft sehr verschiedenartig zusammengesetzt sein können. Hauptbestandteile sind im allgemeinen die Mineralien Talk, Chlorit, Magnesit und Serpentin. Die reichsten Speckstein-Vorkommen lagern in Brasilien, doch auch in Indien und Finnland, der Schweiz, Kanada und Norditalien wird der Rohstoff abgebaut.

Seit Menschengedenken wird Speckstein als Material für die Herstellung von verschiedensten Gegenständen verwendet. Schon die Wikinger gewannen ihn in den Steinbrüchen Norwegens und legten damit den Grundstein für einen blühenden Tauschhandel auf den internationalen Fernhandelsrouten. Aus dem glänzenden, hitzebeständigen Material schufen sie Töpfe, Spielsteine und Schmuckstücke. Kochgeräte aus Speckstein waren in ganz Nordeuropa gefragte Exportartikel. In der Schweiz wurden Specksteinpfannen zum Beispiel noch bis ins 20. Jahrhundert hinein zum langsamen Garen auf dem Kohleherd verwendet. Und auf vielen Märkten in afrikanischen oder asiatischen Ländern bieten die Händler Kunsthandwerk aus Speckstein in Form von kleinen Dosen oder Figuren an.

Wärmespeicher erster Güte und Schalldämpfer zugleich
Nicht umsonst wird Speckstein auch der "Wunderstein" genannt: Er zeichnet sich durch eine Reihe bemerkenswerter Eigenschaften aus, die ihn zu einem sehr vielseitig einsetzbaren Baumaterial machen. Durch seinen hohen Gehalt an Magnesit, einem metallhaltigen Mineral, ist er noch feuerbeständiger als Gusseisen und kann besonders viel Wärme speichern. Die winzigen Magnesit-Kristalle sind es auch, die für den spezifischen Glanz des Steins sorgen. Das im Speckstein enthaltene Mineral Talk erzeugt die weiche Griffigkeit der Oberfläche und macht den Stein leicht formbar. Wenn er aber einmal erwärmt wurde, wird er sehr hart. Speckstein leitet keinen Strom, wirkt antistatisch und widersteht nahezu allen Basen und Säuren. Auch seine akustischen Eigenschaften sind erstaunlich: Er verursacht keinen Widerhall und ist daher als Fußbodenmaterial für Räume geeignet, in denen Schalldämpfung sonst nur mit zusätzlichen Techniken zu bewältigen wäre. Auch für Böden mit Fußbodenheizung ist Speckstein wegen seiner Hitzebeständigkeit und der Fähigkeit, Wärme zu speichern, ideal. Sogar in Kosmetikprodukten wird der "Seifenstein" verwendet und ist Bestandteil von Puder, Cremes und Seifen.

Aufgrund seiner Eigenschaften ist Speckstein wie geschaffen für die Verwendung im Zusammenhang mit Feuer und extremer Wärmeentwicklung. Daher findet er häufig auch im Ofen- und Kaminbau Verwendung.


Speckstein hat eine enorme spezifische Dichte und kann daher wesentlich mehr Wärme speichern als die keramischen Kacheln des Kachelofens. Die Struktur des Specksteins ist durch seine Schichtung bestimmt. Für den Feuerraum von Speicheröfen und für alle anderen Ofenteile, die dem Feuer und heißen Rauchgasen ausgesetzt sind, wird der quer zur Schichtung geschnittene Stein verwendet, da er besonders hitzebeständig ist. Für den Ofenmantel dagegen wird Speckstein verwendet, der parallel zur Schichtung geschnitten ist, so dass die Wärme entlang den Schichtungen auf der ganzen Ofenoberfläche verteilt wird. Um die Masse eines Specksteinofens vollständig aufzuheizen, sind im Gegensatz zu anderen Öfen mehrere Heizvorgänge hintereinander notwendig. Erst dann ist die gesamte Speichermasse aufgeladen, und der Ofen strahlt 24 Stunden lang Wärme ab. Damit erfüllt er den Wunsch vieler Romantiker nach einem knisternden Kaminfeuer am Abend, das zwei bis vier Stunden lang brennen kann. Zudem speichert er die eingesetzte Energie für einen ganzen Tag.

Zwar zählt beim Heizen vor allem der praktische Nutzen, doch diese Wärmequellen sind auch ein optischer Genuss. Hier offenbart sich nämlich eine weitere Eigenschaft des Materials: die Schönheit seiner verschiedenen Musterungen und Färbungen:



Speckstein trotzt als Baustein Wind und Wetter
Wegen seiner enormen Widerstandsfähigkeit wird Speckstein schon seit Jahrhunderten als Baumaterial eingesetzt. Im norwegischen Trondheim steht die älteste Specksteinkirche der Welt. Seit dem 12. Jahrhundert trotzen die Wände, Portale und Skulpturen der Kathedrale dem rauhen Seeklima. Sie ist trotz ihres beträchtlichen Alters noch immer hervorragend erhalten. Nicht ganz so alt ist die Independent Hall von Philadelphia: Sie wurde im Jahre 1763 aus Speckstein erbaut und ist noch heute im Paradezustand. Industrielles Klima, saurer Regen und Smog können Specksteinfassaden nichts anhaben.

Doch neben diesen unbestrittenen Vorteilen des Specksteins muss auch ein negativer Aspekt erwähnt werden: Man hat festgestellt, dass einige Specksteinsorten Asbest enthalten. Je nach den geologischen Verhältnissen der Lagerstätte kann zu den Mineralen, aus denen sich der Speckstein zusammensetzt, in manchen Fällen auch Asbest zählen. Das Thema bewegte in den letzten Jahren vor allem besorgte Eltern, da der weiche Stein oft als Bastelmaterial in den Schulen eingesetzt wurde. Meist liegen die Asbestminerale in Speckstein jedoch nicht in der gefährlichen faserigen Ausprägung vor. Dennoch gelten auch für den Umgang mit Speckstein die Vorschriften der Gefahrenordnung: die Be- und Verarbeitung asbesthaltigen Specksteins ist verboten. Die einzelnen Hersteller weisen meist gesondert darauf hin, dass der von ihnen eingesetzte Speckstein auf Asbestgehalt geprüft wurde.

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 25.07.2017
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